Es gab trauerbedingt eine kleine Blogpause. Das Leben muss aber weitergehen und auch dieser Blog hier.
Ich habe mir über meine Projekte und Blogthemen viele Gedanken gemacht. Mehr, als wenn ich sie darüber schreibe. Mein Problem ist, dass ich ein langsamer Schreiber bin. Deshalb ist mein Output per se schon nicht sehr hoch. Ich hab’nen spannenden und fordernden Job und eine Handvoll guter Freunde. Da bleibt nicht viel Zeit zum Bloggen.
Deshalb werden mein Blog hier und der andere drüben nicht abheben. Dieser Blog hier ist, wenn mir was unter den Nägeln brennt und ich es der Welt mitteilen möchte. Mehr nicht.
Wenn ich erzähle, dass ich blogge, kommt sehr oft die Annahme, dass ich damit Geld verdienen würde. Mit dem Blog hier Geld verdienen, war nie mein Antrieb. Likes, Follower und Kommentare zahlen auch keine Miete. Das ist eine grundsätzliche Gemeinsamkeit von Blogs und Social Media.
Apropos Social Media: Ich schrieb vor ca. 2 Jahren den Blogpost „Warum ich Social Media nur noch auf Sparflamme betreibe„. Seitdem hat sich einiges bei meinem Social-Media-Umgang und mir gewandelt. Meine Accounts bei Twitter und LinkedIn habe ich gelöscht und ich vermisse sie kein bisschen. Ich konsumiere gelegentlich noch Memes bei Facebook und den alltäglichen Wahnsinn bei Instagram.
Ich habe mir zwar im Fediverse 2–3 Accounts erstellt, doch die lösen nicht mein grundsätzliches Problem mit Social Media. Es ist schon besser geworden und meine tägliche Screentime ist auf einem Rekordtief.
Nennen wir’s beim Namen: Tausende hoch bezahlte und gut gebildete Leute kümmern sich den ganzen Tag drum, dass du ständig zum Handy greifst. Es ist eine Sucht. Und Süchte ersetzt man am besten mit etwas Besserem als mit Leere oder Nichtstun. Was könnte besser als Social Media sein? (rhetorische Frage, ich weiß) Dieser Blog hier und die Blogosphäre im Allgemeinen natürlich.
Vielleicht wird dem einen oder anderen Leser die Lösung, die mir gerade kommt, auch schon gekommen sein? Social Media durch Bloggen ersetzen? In Teilen mache ich das schon. Sehr banale Erkenntnis: Im Moment hänge ich nicht am Handy, sondern tippe diesen Blogpost hier, für den ich kein großes Ziel hatte.
Ziellos drauflosbloggen, das scheint eine Lösung für meine latente Schreibblockade zu sein. Ich will nicht großartig strukturieren, recherchieren oder besonders lange an meinen Texten rumfeilen. Ich will einfach schreiben, statt zu konsumieren.
Um den Blogpost hier rundzumachen: Es geht hier weiter.


Ja, ich schreibe auf meinem Blog auch nur für mich. Aber ich bin so nett und teile meine Gedanken öffentlich. Damit es jeder nutzen kann, dem es hilft.
Bloggen ist auch so etwas, wie das Ausgestalten des eigenen "Grundstücks" im Internet. Da wohnen die Internet-Citizen!