[Blog]1. April 2021

Mit meiner Mastermind mache ich am ersten Donnerstag des Monats immer einen Monatsrückblick und einen Monatsplan. Die Notizen dafür kann ich ja auch hier fürn Blog als Outline nehmen? Ja, das klingt nach einer guten Idee.

Morgenroutine & Zettelkasten

An meinen freien Tagen beginne ich den Tag mit einer kleinen Morgenroutine: komplett kalte Dusche ohne vorher heiß zu duschen und eine kurze Sport- und Yoga-Einheit. Danach schreibe ich Morningpages, um den Kopf freizukriegen.

Das Konzept der Morningpages habe ich aus dem Buch „the Artist’s Way von Julia Cameron. In dem Buch geht es darum, seine Kreativität (wieder-)zuentdecken. Ich bin in dem Buch noch ziemlich am Anfang. Die Rezensionien des Buches lassen mich aber zuversichtlich sein, dass es nicht umsonst ist.

Ich habe angefangen,einen Zettelkasten zu nutzen, um meine Informationen besser zu sortieren und verwerten zu können. Dazu vielleicht später mehr.

Von innen oder von außen getriggert?

Was ich im März besonders mit meiner Mastermind gelernt und verinnerlicht habe ist der Unterschied, ob ich von innen oder von außen getriggert werde. Der Punkt ist: wir bekommen ständig von außen Impulse. Wie reagiere ich auf diese Impulse? Greife ich zu, wenn ich am Süßigkeitenregal im Supermarkt vorbeilaufe oder lasse ich es sein? Ich habe im laufe meines Lebens Unmengen an Information bewusst oder unbewusst aufgenommen. Was mache ich mit der Info?

Am Ende gibt es keine falschen Entscheidungen. Wir treffen Entscheidungen mit den Infos, die wir haben. Gute Infos führen zu guten Entscheidungen. Schlechte oder fehlerhafte Infos führen zu schlechten und fehlerhaften Entscheidungen.

Zurück zum Süßigkeitenregal: Ich habe die Info, dass Süßkram dick macht, aber ich habe auch die Info und die Erfahrung, dass Süßigkeiten schmecken und ein Glücksgefühl mit sich bringen. Was mache ich mit der Info und meiner Erfahrung? Eine schlechte Entscheidung wäre es, zulangen und das Bestreben, abnehmen zu wollen zu torpedieren. das Glücksgefühl verschiebe ich lieber später auf der Waage.

Das führt mich zur Disziplin: Disziplin bedeutet, jetzt etwas unangenehmes zu machen, um es später angenehm zu haben. Das Gegenteil wäre, jetzt etwas angenehmes zu machen und es dann später nicht mehr angenehm zu haben, was uns wieder zu den Süßigkeiten bringt. Jetzt was süßes oder später schlank? Eine Frage, die sich die meisten nicht bewusst stellen.

Der eine Schokoriegel macht doch nichts? Es ist die Summe der Entscheidungen, die den Ausschlag gibt. Ein Riegel macht nicht dick. Jeden Tag 1 Riegel macht den Unterschied. Es sind die Gewohnheiten, die uns dick oder dünn machen, was mich zum Buch Atomic Habits von James Clear bringt. Das Buch steht ungelesen in meinem Regal, obwohl ich vieles daraus umsetze. Ich habe das Hörbuch 2-3 mal bisher gehört. Für tieferes Verständnis müsste ich das Buch doch mal durcharbeiten.

Zurück zur Ausgangsfrage, von der ich weggedriftet bin: Trigger von außen oder von innen? Ich denke eher , dass es um den bewussten Umgang mit den Triggern geht. Wir alle bekommen Infos, Trigger, Fakten und Konzepte von außen um die Ohren geschmissen, Die Kernfrage ist: wie gehe ich damit um? Ein paar fregen helfen dabei:

  • woher kommt die Info?
  • Ist die Person, die die Info verbreitet vertrauenswürdig?
  • Hat die Person die Ergebnisse, die das verbreiten der Info rechtfertigt?
  • Was ist das Ziel der Person, die die Info verbreitet? hat die Person in der Vergangenheit gelogen?
  • Welchen Eindruck macht die Person?
  • Hatte ich die Info schon woanders gehört?
  • Hatte ich vielleicht etwas gegenteiliges gehört?
  • usw.

Das sind alles Fragen, die man sich stellen kann, wenn eine Info kommt. Die meisten Leute hören etwas und blöcken los. Meist sind sie unzufrieden und zeigen dies durch einen ablehnenden, negativen und vielleicht auch beleidigenden Kommentar. Medienkompetenz? Keine Spur.

Wenn ich etwas kommentiere stelle ich mir auch die Frage: ändert mein Kommentar etwas? Du könntest jetzt auch fragen: Ändert dieser Blogbeitrag hier etwas? Für andere möglicherweise nicht, doch für mich schon. Ich bekomme Klarheit und kriege ein paare Gedanken aufs digitale Papier. „Schriftlich denken“ ist das Zauberwort.

Wo wir wieder zu den Morningpages kommen. Ich mache das an meinen freien Tagen und ich sehe Fortschritte. Im falle dieses Blogbeitrags sieht ihn auch das Internet, denn anderes, als hier schreibe ich auch keine Morningpages.

Nun.

Was sind die Takeaways?

Denke selbst und blöcke nicht unreflektiert rum.

Es ist eine Illusion, dass man sich nicht von außen getriggert wird. Wir saugen alles von außen auf. Das bringt mich zur Frage, was sauge ich von außen auf? „Trash-TV“ oder etwas philosophisches? Etwas das mich weiterbringt oder etwas, was mich zurück wirft?

Stelle ich die Info, die mir serviert wird infrage oder nehme ich alles Chipsfressend auf?

Was will ich im April machen?

  • tiefer in die Zettelkasten-Geschichte eintauchen
  • einen Speedreading-Kurs absolvieren
  • an meinen freiten Tagen meine Morning-Routine aus kalter Dusche, Sport- und Yoga-Session und Morningpages weiterführen
  • wieder mehr im Wald wandern. das Wetter soll ja schöner werden
  • the Artist’s Way weiter durcharbeiten

Hi, ich bin Jan.

Menschen- und Computerverstehenwoller, Teetrinker, Hobbysportler, Wohnzimmer-DJ, Bücherwurm und Sofaraver sind die Vokabeln, die mich beschreiben.

Ich arbeite in einem mittelständigen Metallbetrieb und habe 2020 meine Fortbildung zum Industriemeister Mechatronik abgeschlossen.