[Ultralearning für die Meisterschule]Woche 1+2

Die ersten beiden Wochen verliefen gut. Ich hatte fast jeden Tag gelernt und auch das Buch „Learn More – Study Less“ von Scott H. Young gelesen. Zu einem Drittel bin ich mit dem Buch durch und ich konnte schon viel mit dem gelesenen anfangen.

Je mehr ich mich mit dem Thema „Lernen“ beschäftige, umso mehr stelle ich fest, dass ich gar keine Ahnung hatte, wie man eigentlich effektiv lernt.

Das beginnt schon beim Erarbeiten der Inhalte und dem Wiederholen der erarbeiteten Inhalte, was gemeinhin als lernen bezeichnet wird. Im Buch sind das nur die ersten zwei Stufen vom im Buch beschriebenen fünf-stufigen Lernprozess.

Als ich vor 2 Jahren mit der Meisterschule anfing, stellte ich fest, dass bloße Anwesenheit nicht ausreichen, um die Meisterschule zu bestehen. Früher in der Schule und Berufsschule habe nur vor den Prüfungen ein bisschen was gemacht und trotzdem bestanden.

Das geht in der Meisterschule nicht mehr, da der Stoff umfangreicher und komplexer ist. Außerdem bin ich ja auch älter geworden.

Jedenfalls will ich mein bestes geben und das aus dem Buch gelernte umsetzen.

Mein Ziel ist es, täglich 2 Stunden zu lernen, was für einen berufstätigen sehr ambitioniert ist. Um das zu kontrollieren habe ich die App Toggl installiert. Die App ist eigentlich für Freelancer und Selbstständige entwickelt worden, damit sie ihre Projekte tracken können. Für meine Zwecke taugt die App aber auch.

Das Buch Ultralearning, das ich vorbestellte und das eigentlich am 28.8. erst kommen sollte liegt schon auf meinem Lese-Stapel. Da ich keine Bücher parallel lese, muss es warten.

[Ultralearning für die Meisterschule]Der Start

Nachdem ich meine X-Effect-Challenge mehr oder weniger erfolgreich beendet habe, juckt es mir in den Fingern, etwas ähnliches noch einmal zu machen(nur diesmal mit mehr Erfolg)

Ultralearning – worum geht es?

Für mein neues Projekt joine ich das Ultralearning-Movement.Doch was ist Ultralearning überhaupt und wer hat es erfunden?

Vom Begriff „Ultralearning“ las ich zum ersten Mal auf dem Blog von Scott H. Young. Scott hat verschiedene Projekte absolviert, wo er in kurzer Zeit Sachen gelernt hat, die man so nicht für möglich gehalten hat.

Ich zitiere von seinem Blog:

The MIT Challenge. My project to learn MIT’s 4-year computer science undergraduate curriculum, which I did over 12 months from October 2011 to September 2012.
The Year Without English. Learning Spanish, Portuguese, Mandarin Chinese and Korean by avoiding speaking English for an entire year.
Portrait Drawing Challenge. Thirty days devoted to trying to improve my ability to draw faces well.
Let’s Learn Quantum Mechanics. One month to learn the basics of quantum mechanics. This entire project was livestreamed as well–so there’s a complete record of what I did to learn it.

Ich will nicht mandarin lernen oder Quantum Mechaincs verstehen(zumindest vorerst nicht). Ich will meine Industriemeisterschule erfolgreich zu Ende bringen. Ich denke, das kriege ich als Normalsterblicher hin.

Was stimmt mich optimistisch, dass ich es schaffen kann?

Meine X-Effect-Challenge krankte hauptsächlich an drei Faktoren:

  • Mangelnder Fokus: Ich hatte vier Most Important Tasks, die alle erledigt werden wollten, statt einem.
  • Mangelnde Dokumentation: Ich verlor ziemlich schnell die Lust, den Fortschritt zu dokumentieren, was dazu führte, dass ich mich nicht mehr voll für die Challenge begeistern konnte.
  • Mangelndes Wissen, um meine Ziele zu erreichen(z.B. kannte ich da das Goals vs. Systems-System noch nicht)

Aus diesen Fehlern will ich lernen und die Erfahrungen in mein erstes Ultralearning-Projekt einfließen lassen.

Folgende Aspekte fließen in meine Vorüberlegungen ein

  • Die Deadline ist nicht unendlich: theoretisch kann ich 1000 mal sagen, dass ich morgen mit dem Sport anfange. Dann ist nach 1000 Tagen halt nichts passiert. Wenn ich das mit meiner Meisterschule mache, kann ich die Prüfung im November nicht erfolgreich absolvieren
  • Ich will mich nur auf die Meisterschule und das Lernen dafür konzentrieren. Beispielsweise ist das Lesen von Büchern, die nicht diesem vorrangigen Ziel dienen, zweitrangig.
  • Egal wie langweilig es ist, dass ich jeden Tag das gleiche schreibe („Ich habe heute gelernt“), ich mache es.

Resourcen zum Thema Lernen, über die ich verfüge

  • Ich habe zwei Bücher zum Thema Lernen
  • Ich habe den populären „Learning-how-to-learn“-Kurs absolviert und habe Aufzeichnungen dazu
  • ich kenne einige YT-Channels, welche sich mit dem Thema Lernen beschäftigen
  • Scott Young’s Buch Ultralearning, das in Deutschland am 28. August erscheint, habe ich vorbestellt und deshalb ein Arbeitsbuch und einige andere Boni(Videos&PDFs) erhalten
  • Scotts Blog ist eine Goldgrube fürs Lernen

Andere Resourcen, die ich fürs Lernen für die Industriemeisterschule habe

  • Zeit
  • Genug Lernmaterial

Wann geht es los?

Ich habe heute bereits mit dem Lernen begonnen und am vergangenen Wochenende begonnen, das Buch „Learn More, Study Less“ von Scott Young zu lesen. (Spoiler: das „übliche“ (auswendig-)Lernen sind nur die ersten zwei Stufen des im Buch beschriebenen fünfstufigen Lernprozesses)

[X-Effect-Challenge]Abschlussbericht

Das planmäßige Ende der Challenge war am 19.7.19, aber da war ich in den Urlaub geflogen(Blogpost folgt). Wie man auf den Bild sieht, habe ich es gegen Ende ziemlich schleifen lassen.

Der Plan war: meine vier Most Important Tasks, die ich täglich machen will disziplinierter anzugehen. Also täglich die Tasks erledigen. Es ist schlechter als vorher gelaufen.

Meine X-Effect-Challenge krankte hauptsächlich an zwei Faktoren:

  • Mangelnder Fokus: Ich hatte vier Most Important Tasks, die alle erledigt werden wollten, statt einem.
  • Mangelnde Dokumentation: Ich verlor ziemlich schnell die Lust, den Fortschritt zu dokumentieren, was dazu führte, dass ich mich nicht mehr voll für die Challenge begeistern konnte.

Wie geht es weiter?

Ich werde natürlich meine vier Most Important Tasks jeden Tag zu erledigen versuchen, aber ich werde hier nicht darüber berichten. Viele Self-Improvement-Gurus empfehlen ein public commitment, weil der Druck, zu versagen und sich lächerlich zu machen einem helfen soll, dranzubleiben.

Mir ist es ehrlich gesagt Sch***egal, was andere von mir denken. Niemand ist perfekt, auch ich nicht. Deshalb wirkt das public commitment auch nicht bei mir.

[X-Effect-Challenge]Tag 28

Die letzten Tage hatte ich in Motivationsloch, wie ich ehrlicherweise zugeben muss. Ich hatte zwar Sport gemacht und hin und wieder meditiert, aber für die Meisterschule habe ich kaum gelernt.

Wie denn auch sei: Ich mache weiter und versuche eine Routine zu entwickeln.

Sport

Da ich heute nicht gearbeitet habe, bin ich früh ins Fitnesstudio, um Oberkörpertag zu machen. Vorm Gym steht am Freitag immer eine Bratwurstbude, in der gebraten wird. Der Dunst von verbrannter Holzkohle stand heute morgen im Fitnessstudio, weshalb ich das Training nach der Hälfte des Plans abgebrochen habe.

Mediation

Ich konnte in der ersten Meditation nicht ruhig sitzen bleiben, aber ich bin die 10 Minuten dran geblieben. Die zweite verlief ähnlich.

Lesen

Dirk Kreuters Buch habe ich zu einem großen Teil weitergelesen.

[X-Effect-Challenge]Tag 19

Sport

Am Morgen, bevor es richtig heiß wurde war ich im Wald zu nordic walking. Da mir das gestrige Training noch in den Knochen hing, war ich sehr langsam unterwegs.

Lesen

Weil ich gestern relativ wenig Zeit hatte, habe ich angefangen ein Hörbuch von Calvin Hollywood über Produktivitätstechniken zu hören.

Meditation

Läuft.

Lernen

Eine halbe Stunde gelernt, was aber den Ziel von 2 Stunden nicht nahekommt.

[X-Effect-Challenge]Tag 18

Sport

Im Fitnessstudiohabe ich gestern Oberkörpertag gemacht. Ich trainiere die nächsten Wochen Kraftausdauer.

Lesen

Dirk Kreuters dickes Buch wird mich wohl eine Weile begleiten. Viele spannende Augenöffner gibt es darin zu lesen.

Meditation

Ich habe zweimal wie geplant meditiert.

Lernen

Die 2 Stunden täglich lernen als Ziel waren wohl zu hoch angesetzt. Ich kann mich nicht aufraffen, zu lernen.

[X-Effect-Challenge]Tag 16

Sport

Heute war ich im Fitnessstudio und habe Beintag gemacht. Ich habe die Gewichte reduziert, damit ich mehr Wiederholungen machen kann, um meine Kraftausdauer zu trainieren

Lesen

Dirk Kreuters Buch „Sieger Zweifeln nicht und Zweifler siegen nicht“ habe ich weitergelesen. Ich konnte viel Content mitnehmen.

Meditation & Lernen

Ich gebe es zu: die letzten Tage war es etwas zäh und ich konnte mich nicht dazu aufraffen.